Über


Hallo...

... und willkommen in meinem Blog. Ich bin ein 13-jaehriges Maedchen das fuer ihr Leben gern schreibt und liest. Nun versuche ich mich an einem Blog.

About me:

Ich lese unheimlich gerne und viel. Dabei legt sich mein Lieblingsgenre eher auf Fantasy/Thriller. Ich schreibe auch selbst an Geschichten, meistens eher Kurzgeschichten. Ich habe schon auf einer anderen Website einige Geschichten veroeffentlicht und hoffe natuerlich auch hier auf zahlreiche Leser.

Abseits vom Blog gibt es noch andere Hobbys. Erst kuerzlich habe ich meine Leidenschaft fuer Lasertag entdeckt. Generell mag ich sportliche Aktivitaeten (Klettern/Schwimmen/Federball). Ausserdem liebe ich das Reisen in andere Laender. Besonders Ungarn gehoert fuer mich zu einem der schoensten Laender. Dazu schreibe ich noch was... Ich liebe ich es auch, mich mit Freunden zu treffen oder Shoppen zu gehen. Noch eine wichtige Info: Ich liebe Tiere ueber alles. Besonders wenn sie flauschig sind *.* Ja, man koennte einen leichten "Flauschetick" bei mir wahrnehmen.

Blog:

 

Ich habe mir schon Gedanken ueber den Blog gemacht, welche Rubriken ich machen moechte und ueber welche Themen ich schreiben werde. Da waeren einmal meine Geschichten, die ich, relativ unregelmaessig, zu schreiben gedenke. Als Anfang stelle ich erstmal zwei Kurzgeschichten rein. Es werden im Laufe der Zeit sicher noch mehr folgen. Wie in einem normalen Blog, erzaehle ich natuerlich auch aus meinem Leben, besondere Ereignisse etc. Dazu gehoeren Themen wie die Schule, besondere Ereignisse, Reisen oder ein paar Tipps im Thema Buecher, Filme... Was euch interessiert. Ich bin ziemlich offen fuer neue Themen, richte mich dabei gerne an eure Interessen. Ich hoffe ihr schaut moeglichst zahlreich vorbei.

LG Eure "kruemel9"

 

PS: Zu meinem Namen: Es ist nicht mein optimaler Name, doch es waren schon so viele Nicknames vergeben, also habe ich diesen Namen genommen. Ausserdem ist dies der Name von einer der suessesten Katzen auf der ganzen Welt.

PSS: Ich schreibe nur Sachen wie: ae, oe, ue und ss, weil mein Programm sonst immer irgendwelche komischen Zeichen auf Seite macht.

Alter: 16
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
Ich bin noch jung. XD

Wenn ich mal groß bin...:
moechte ich gerne viel reisen.

Ich wünsche mir...:
dass meine beste Freundim nicht die Schule wechselt.

Ich liebe...:
Schokolade, Buecher, 16 Tiere und Eistee.



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Blog

Life happens

Diese Rubrik ist einfach da um all die außer gewöhnlichen Dinge die im Leben passieren zu erhalten. (Der Name ist übrigens aus einer App XD) Ihr könnt hier also hin und wieder ein paar erstaunliche FajFakten aus meinem Leben erfahren. Viel Spaß!

25.3.15 18:20, kommentieren

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Amanda Todd

Hier ist eine Geschichte zu einem Thema, dass ich kürzlich wieder aufgegriffen habe. Es geht um den Fall Amanda Todd, jeder dürfte ihren Namen kennen. Ich habe mir vor ein paar Tagen ihr Abschiedsvideo angeschaut und eine Geschichte dazu geschrieben. Ich gehe den Schulflur entlang.Bald wird der Unterricht anfangen, doch ich beeile mich nicht. Meine Freunde werden es besser finden, wenn ich zu spät komme. Sie finden Streber unerträglich. Ich natürlich auch. Also schlendere ich lässig durch dem Gang und bemühe mich nicht pünktlich zu sein. Endlich gongt es zum Unterrichtsbeginn. Ich versuche krampfhaft meine Schritte nicht zu beschleunigen. Leider gibt es in dem Gang nichts, mit dem ich mich beschäftigen könnte. Ich sehe nichts außer ein paar Fenstern, weißen Wänden überall und eingen Türen, die zu Unterrichtsräumen führen. Es dauert nicht lange, bis ich vor meinem Klassenzimmer stehe. Es sind nur drei Minuten. Ich verspreche mir, nächstes Mal später zu kommen. Ohne ein Wort zu sagen gehe ich in dem Raum und setze mich geräuschvoll auf meinen Sitzplatz. 30 Gesichter schauen mich bewundernd an, ich schaue gelassen zurück. Mandy und Kelly recken die Daumen hoch. Innerlich strahle ich, äußerlich bleibe ich bei einem vornehmen Lächeln und bemühe mich weiterhin um ein cooles Aussehen. Die Lehrerin, Frau Vento, eine zierliche, nicht gerade durchsetzungsfähige, Dame, sagt gar nichts und führt mir einer leisen Stimme den Unterricht fort. Niemand hört ihr zu, das ist ihr klar. Manche verlassen sogar ihre Plätze. Unterricht bei Frau Vento ist die reinste Entspannung. Auch ich stehe auf und gehe zu Kelly und Mandy. Sie sehen sich sehr ähnlich. Beide haben blonde Haare, Kellys Haare sind zu einem einfachen Zopf gebunden, Mandy hat sich mal wieder eine aufwendige Flechtfrisur gemacht. Ich hingegen habe braune Haare, seit kurzem sind sie aber auch gefärbt. Wir sind alle drei gleich groß, auch wenn ich, wegen meiner langen Beine, doch noch ein kleines Stück größer bin. Ich wünsche mir schon lange solche grünen Augen wie Mandy oder die strahlend blauen von Kelly. Meine Augen sind einfach nur braun. Obwohl ich meine besten Freundinnen viel hübscher finde, habe ich mehr Verehrer. Viele Jungs scharen sich um mich, dass mir das unangenehm ist, zeige ich nicht. Ich mache es wie die Beiden und flirte mit dem Jungs. Eigentlich habe ich aber einen Freund. Ich kenne ihn schon seit einem Jahr. Heute ist der Tag, an dem wie dieses "Jubiläum" feiern. Ich bin in Hochstimmung. Was noch dazu gesagt werden sollte, ist, dass ich ihn noch nie richtig gesehen habe. Genauer gesagt kennen wir uns von einer Seite, ähnlich wie Facebook, für Jugendliche wie uns. Ungefähr seit einem halben Jahr sind wir zusammen. Allerdings kenne ich Bilder von ihn. Meine geheime Hoffnung ist, dass er mich irgendwann nach einem Date fragt. Aber noch nicht sofort. Wenn er vorsichtig fragen würde und sagen würde, er werde ewig auf mich warten... Meine Laune verfliegt nicht. Im Gegenteil, sie steigt immens. Ich eile nach Hause und sage meiner Mutter, ich würde lernen. Sie sieht gar nicht sie ich aus, auch wenn ich ihre Gesichtszüge abbekommmen habe. Sie ist klein und ziemlich dürr. In Windeseile rase ich die Treppenstufen zu meinem Zimmer hinauf. Mit einem Druck auf die Einschalttaste geht mein altmodischer Computer an. Ich öffne "Teens.de" und gehe auf das Profil meines Freundes. Er ist on. Ich schreibe ihm eine Nachricht. Manchmal finde ich es schon komisch, dass er sich nie richtig zeigen will, doch ich akzeptiere das. Anderes ist wichtiger. Er hat diesen besonderen Tag nicht vergessen. In meinem ganzen Leben bin ich noch nicht so glücklich gewesen. Wahre Liebe fühlt sich gut an. Während ich ungeduldig auf seine Antworten warte, checke ich meine ganzen Nachrichten auf Facebook, tumblr und so weiter. Ich habe mal wieder Nachrichte ohne Ende und sehe viele Likes unter meinen Bildern und Selfies. Fotografieren ist eine große Leidenschaft von mir. BING Er hat geantwortet! Wir chatten noch eine ganze Weile, dann geht er kurz off um sich etwas zu Essen zu besorgen. Unterdessen gehe ich in den Gemeinschaftschat um mich so lange zu beschäftigen. Amanda*: Hey Leute! Boy: Amanda!! Choco: Wir hatte dich schon vermisst. Und uns etwas gefragt.. Amanda*: Was denn? Fragt ruhig! default smiley Tobi: Naja... Amanda: Jetzt sagt schon! Boy: Ok... Wir würden gerne mehr Fotos von dir sehen. Ein bisschen mehr von dir. Tobi: Wenn du verstehst was wir meinen. Amanda* hat den Chat verlassen. Wütend starre ich auf den Bildschirm. Ich würde ganz sicher keine Nacktfotos von mir ins Internet stellen. Ich hatte mich sofort aus dem Chat entfernt. Mein Freund ist wieder on. Amanda*: Heeey Lord: Hey. Amanda*: Die Jungs im Gemeinschaftschaftschat sind so pervers... Lord: Wieso? Amanda*: Sie wollten Nacktfotos von mir haben! Lord: Dabei sind sie Fremde. Aber naja... Amanda*: Was??? Du stimmst ihnen doch nicht etwa zu, oder? Lord: Ganz und gar nicht. Aber du hast mir noch nie was von dir gezeigt. Amanda*: Du doch auch nicht! Nochnichtmal normale Fotos schickst du mir! Lord: Willst du dich mit mir streiten? Amanda*: Natürlich nicht. Tut mir leid. Lord: Das will ich auch mal hoffen. Komm schon, nur ein Bild. Amanda*: Ich weiß nicht... Lord: Ich werde sie niemand anderem geben, versprochen. Amanda*: Ich kann doch nicht einfach solche Fotos versenden. Lord: Es wird niemals jemand zu Gesicht bekommen. Ich schaue mir nochmal den Chat an. Es ist mein Freund, was soll da schon passieren. Vielleicht macht er Schluss, wenn ich ihm keine Fotos schicke. Amanda*: Nur eines. Er antwortet nichts. Mit zitternden Fingern schalte ich die Cam an. Es wird schon nicht schief gehen. Schnell ziehe ich mein Top hoch und halte einige Sekunden darauf. Dann schalte ich die Cam wieder aus und mache mich daran, die Aufnahme zu schicken. Der schwerwiegendste Fehler meines Lebens... Ein bisschen bereue ich es jetzt doch, aber der Nervenkitzel und die Erwartung der Reaktion meines Freundes macht das wieder wett. Außerdem ist abgeschickt abgeschickt. Mag er die Aufnahme? Wenig später kommt ein Post. Ich bin überglücklich. Es ist also gut, ihm die Aufnahme geschickt zu haben. Ich höre plötzlich wieder einen Nachrichtenton. Er ist es. Lord: Hey Süße, ich muss kurzfristig für ein paar Tage weg. Hab dich lieb. Was ist denn jetzt los? Wieso so plötzlich? Habe ich etwas falsch gemacht? Ein paar Tage lang von ihm getrennt sein wird schlimm werden. Tränen steigen mir in die Augen. Rico Rico Gonzales schaut sich ein kurzes Video an und verbessert hier und da einige Sachen, ändert die Belichtung und anderes. Er ist schon darin geübt solche Videos zu präparieren. Er grinst feist, was sein Gesich noch hinterlustiger und fieser aussehen lässt, als es eh schon ist. Er ist schon fast zu dick um aufzustehen und achtet nicht auf sein Äußeres, das braucht er auch nicht. Sein Geld verdient er mit dem geheimen Verkauf von Pornofilmen. Mit dieser kurzen Aufnahme hat er jedoch etwas anderes vor. Er hat eine Glanzleistung vollbracht, da ist ersich sicher. Vor einem Jahr lernte er im Internet ein außergewöhnlich hübsches und beliebtes Mädchen auf einer Internetseite kennen. Er gibt sich seither als 16-jähriger Junge mit braunem Haar und einem schlanken, muskelbepackten Körper aus. Eben das, was er nicht ist. Er ist schon doppelt so alt und ein Six-Pack muss erst unter seinen Masse gefunden werden. Jedenfalls manipulierte er das Mädchen mit Komplimenten und Versprechungen, machte es zu seiner Freundin. Mädchen sind einfach leicht zu beeinflussen und naiv, das ist seine Grundeinstellung. So kam er mit der 14-jährigen Amanda Todd zusammen. Und heute hat er es endlich geschafft, er hat ein Nacktbild von ihr bekommen. Dennoch wird er sie nicht verkaufen, sein Ziel liegt bei einem höheren Profit... Amanda Von wegen ein paar Tage. Ich habe nun schon seit zwei Wochen nichts von meinem Freund gehört. Auch diesen Abend checke ich meine e-mails erfolglos. Am nächsten Morgen vermisse ich ihn so sehr, dass ich zu Hause bleiben möchte. Doch natürlich nimmt mir meine Mutter meine gespielte Krankheit nicht ab und schickt mich in die Schule. Der Morgen beginnt für mich wie in einer Filmszene. In meinen Gedanken versunken, über legend, ob ich einfach Kelly und Mandy um Rat bitten sollte, merke ich gar nichts. Nach einer Weile der ungewöhnlichen Stille auf dem Pausenhof sehe ich vom Boden auf. Die ganze Schule scheint mich anzustarren, noch nichtmal die Lehrer verhehlen ihr Starren. Ich lächle unsicher und fühle mich stark an die Filnszenen aus den ganzen Romantikfilmen erinnert, im denen den Hauptpersonen auch immer soetwas passiert. Um aus dem Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu entfliehen gehe ich schnellen Schrittes auf das Schulgebäude zu, ein schmutziges altes Gebäude. Drinnen geht das Starren weiter. Man hört nur ein wenig Getuschel. Panisch suche ich nach Mandy und Kelly. In letzter Sekunde sehe ich einen Pferdeschwanz, der mir bekannt vorkommt, bevor er um die Ecke verschwindet. Ich renne ungestüm los, mittkerweile ist es mir egal was der Rest denkt. Ich will wissen was hier vorgeht. Ich halte die Ungewissheit nicht länger aus. Da sind die beiden. "STOPP!", rufe ich. Mandy rauscht einfach den Gang entlang, Kelly dreht sich nur kurz zu mir um, mit Tränen in den Augen. "Was ist hier los?", frage ich verzweifelt. "Schau es dir an.", erhalte ich als Antwort, Mandy deutet auf das Handy in meiner Hand, mit dem ich eben noch Musik gehört habe. Ich checke mein Handy durch. Da ist eine Nachricht von Lord! Gespannt gehe ich auf das Symbol. Und erstarre. Lord: Ich werde die Aufnahme an alle deine Freunde schicken, wenn du nicht meinen Instruktionen folgst. Wenn du heute Nachmittag eine kleine Stripshow vor der Cam machst, nehme ich das Foto aus dem Internet und verschicke es an niemanden mehr. Anstatt mein Handy fallen zu lassen, wie es in solche. Filmszenen üblich ist haue ich einfach ab. So schnell es geht. Meine Mutter fragt gar nicht erst, warum ich vor Schulbeginn wieder zu Hause bin und weine, sie nimmt mich einfach in den Arm und verharrt so eine Weile. Vater ist noch bei sekner Arbeit. Wenn auch nur ungern, ich klöre meine Mutter über alle Geschehnisse auf und bitte sie, meinem Vater nichts zu erzählen. Natürlich tut sie es trotzdem. Vater sieht saurer aus als sie, nur meine Mutter hält ihn davon ab, mich zuschlagen, das sehe ich in seinen Augen. Er ist von der Statur her nur ein gewöhnlicher Büroangestellter und schon ergraut, aber an seiner Kraft zweifle ich nicht. Noch an diesem Abend steht es fest, wir werden umziehen und mir eine neue Schule suchen. Das ganze erfolgt schon eine Woche später, bis dahin gehe ich nicht in die Schule. Unser neues Heim liegt weit weg von dem Alten. Der Neubeginn ist super. Ich komme auf eine Eliteschule mit.zahlreichen Fächern und einem guten Ruf. Freunde finde ich auf Anhieb. Alles ist gut. Ich lösche mich auch schnell von der Website um Lord zu entkommen. Da erreicht mich eines Tages eine E-mail. Es ist sicher Lisa, die sich heute mit mir treffen wollte, oder Luis, der mir jeden Tag eine SMS schreibt, weil er auf mich steht. Doch mit einem Blick weiß ich, dass Lord mich gefunden hat. Die größte Angst meines ganzen Leben erfüllt mich. Ich klicke betäubt auf die Mail. Dort finde ich eine Liste vor. Darauf stehen die Nummern, Adressen, Wohnorte und alles mögliche aller meiner Freunde und Schulkameraden. Darunter steht: Mein letztes Angebot. Du weißt, ich werde dich immer finden. Bring es hinter dich und dein Leben kann werden wie früher. Das Angebot klingt gut... Trotzdem ziehe ich meine Eltern zu Rate. Es heißt wieder Umziehen. Es ist gut, dass Vater so viel Geld verdient, wir haben genug Geld für einen erneuten Umzug. Ich bekomme nur durch eine ungläubige SMS von Lisa mit, dass meine Befürchtungen sich bewahrheitet haben. Sie macht deutlich, dass sie nichts mit mir zu tun haben möchte. Lord hat es also wirklich versendet. Mir wird klar, wie dumm ich war, als ich absichtlich zu spät kam um cool zu wirken. Mein ganzes Leben ist wegen einer einzigen falschen Entscheidung ruiniert. An dem Tag, an dem Lord mir zum zweiten Mal alles nimmt, alle meine Freunde. Schaue ich mir alle alten Videos von mir an, aus reiner Nostalgie. Ich entdecke zwei Gesangvideos von mir. Mandy und Kelly hatten mich damals überredet, meinen Gesang zu veröffentlichen, weil ich angeblich so gut singen könne. Mir wurde mein ganzes Leben lang gesagt, ich sei außergewöhnlich hübsch und klug und könne alles. Diese Ereignisse sind deswegen umso mehr ein harter Schlag für mich. Und es kommt noch schlimmer. Ich muss so oft die Schule wechseln, dass ich es kaum noch zählen kann. Und jedes Mal wieder kommt die Drohung. Doch ich werde keine Show für meinen Ex machen. Wenn er das auch ins Internet stellen würde, wäre mein Leben hoffnungslos zerstört. Nach circa dem fünften Wechsel fange ich an mich zu ritzen. Der Schmerz hilft mir aus meiner Welt hinaus, oder auch aus meiner anhaltenden Betäubung und Angst hinaus. Dann entdecke ich die Welt der Drogen und stürze mich hinein. Monatelang pumpe ich mich damit voll, als sei ich schon immer ein Junkie gewesen. Sogar die geprobten Drogenabhängigen versuchen mich zu stoppen. Meine Eltern sind sowieso zu nichts mehr fähig als umzuziehen. Nochnichtmal alle Sachen packen sie aus, in der Gewissheit, in einem Monat wieder woanders zu leben. Wir ziehen sogar in andere Länder, doch Lord verfolgt uns. Meine Mutter ist alkoholabhängig und ständig besoffen, mein Vater kommt nicht mehr aus seinen Depressionen heraus und erledigt Tag für Tag nur mechanisch seine Arbeit, wie ein Roboter. Keiner von Beiden fragte mich jemals, was das für Kratzer an meinem Arm seien oder bemerkte meinen Drogenkonsum. Also hatte ich gar nichts mehr. Und dennoch gab ich niemals auf. Lord würde seine Show nie bekommen. Rico Die Kleine war hartnäckig. Aber so jemanden würde er nicht aufgeben. Es dauerte höchstens eine Stunde um ihre Adresse und die Nummern aller Menschen in ihrem Umfeld herauszukriegen. Rico möchte unbedingt an ein Video von ihr herankommen.Er weiß, das sein Profit immens wäre. Also versucht er es weiter und verfolgt das Mädchen. Amanda Nach einem Monat bekomme ich eine Nachricht. Die erste Nachricht seit Ewigkeiten, die nicht von Lord stammt. Es ist Luis. Er lädt mich ein, zu ihm zu kommen. Liebe Amanda, wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen, wegen dieser Geschichten die herumkursierten. Doch die Wahrheit ist, dass ich dich immernoch gerne mag. Ich bin jetzt mit Lisa zusammen, doch sie ist über die Ferien weg... Wenn du willst, kannst du mich besuchen. Überleg es dir. Lg ch bin einsam und alleine. Also gebe ich nach und nehme einen Flug in Richtung Dallas. Meinen Eltern ist es sowieso egal was ich tue, also ist auch das kein Problem. Ich verbringe eine herrliche Woche bei Luis. Es ist mehr als Freundschaft. Auch wenn ich weiß, dass er eine Freundin hat, die offensichtliche Zuneigung von einem Jungen heilt Wunden. Ich genieße es. Ich schlafe auch mit ihm, mein schlechtes Gewissen gewinnt danach jedoch überhand. Als ich sage, dass ich abreisen werde, macht Luis ein zeeknirschtes Gesicht und wuschelt sich durch seine kurzen blonden Haare, schaut mich dabei mit seinen blauen Augen intensiv an. Dann lässt er mich ziehen. Diese Szene habe ich immernoch genau in Erinnerung. Es dauert nicht lange, da erscheint eine Menschenmenge vor der Schule. An diesem Morgen geht einiges schief. Erst kapiere ich nicht, dass diese Leute wegen mir da sind. Irgendwo in der Menge meine ich, Luis' Gesicht aufblitzen zu sehen. "Du hast dich an meinen Freund rangemacht!", ist alles, was ich in dem von Tränen erstickten Geschrei des wütenden Mädchens verstehen kann. Eigentlich war es ja Luis, der mich einlud, doch ich entscheide mich, ihn nicht zu verraten. Das würde seine Beziehung zerstören, außerdem kann er nichts für die Szene, die mir Lisa macht. Ich erkenne sie erst nicht, doch es ist ganz klar Lisa. Ich nehme alle Schuld auf mich, auch wenn die ganze Schule zuhört. Ich kann das Luis einfach nicht antun. Irgendwer schreit : "Nun schlag sie endlich!", und kurze Zeit später grölen alle mit. Zeit für einen Umzug. Schwer verletzt ziehe ich mich zurück, wie ein geprügelter Hund und bleibe in irgendeinem Graben liegen. Die Schmerzen sind unerträglich. Glücklicherweise findet mich die wütende Meute nicht. Dies ist der Tag, an ich zum ersten Mal Bleichmittel trinke, eigentlich ein Artikel für die Haare, in hoher Konzentration tödlich. Leider trank ich wohl nicht genug, denn ich wachte in einem Krankenhaus auf, mit dem Gefühl im Magen, als hätte etwas versucht mich von innen aufzufresse. Ich sehe meine Eltern an meinem Krankenbett sitzen und sogar Kelsey ist da, meine ältere Schwester. Eigentlich geht sie in ein Inter at irgendwo in Australien, eine äußerst teure Angelegenheit. Das Krankenhaus stellt sich als der reinste Platz der Freude heraus, im Gegensatz zu dem Rest der Welt. Luis ist nämlich gar nicht unschuldig. Ich sehe es mit eigenen Augen. Er hat uns in dieser Nacht gefilmt, mit einer versteckten Kamera, und es ins Internet gestellt. Wahrscheinlich gefundenes Fressen für Lord. Auf so vielen Websites sehe ich Kommentare zu dem Prügel den ich bezog und zu meinem Selbstmordversuch. Irgendwie hat sich das Video und mein Selbstmordversuch wie ein Lauffeuer verbreitet. Ein Kommentar fällt mir ins Auge: "Schade das die Schla.mpe nicht gestorben ist, sie hat die Hölle für ihre Taten verdient." Meine Hände tasten automatisch nach einem Messer. Ein Ritz reicht heute nicht. Wieso darf jedes Mädchen irgendwelche Filmchen machen, und ich werde dafür aufs höchste bestraft, obwohl ich nochnichtmal an eine Veröffentlichung gedacht hatte? Wieso habe ich niemanden, der mir zur Seite steht? Meine Eltern driften schon lange irgendwo in den Abgründen ihres Gehirns herum. So kann ich nicht weiterleben. Ich muss etwas verändern, unbedingt. Da habe ich eine Idee. In fiebriger Eile schreibe ich einige Karteikarten voll. fann stelle ich mich ein letztes Mal vor die Cam. Ich sage gar nichts, sondern halte nur meine Karten hoch. Ich hoffe, dass dieses Video manche Leute berühren wird. Ich erzähle mithilfe der Karten mein ganzes Leben. Die vorletzte Karte lautet: Ich habe niemanden. Ich brauche jemanden. Vier Stunden später liegt ein Brief auf meinem Schreibtisch und eine Flasche Bleichmittel befindet sich in meiner Hand. Ohne auch nur einmal abzusetze trinke ich die Flasche leer. Schon ab der Hälfte spüre ich die Wirkung einsetzen. Mein Sichtfeld wird unscharf und mein Köroer wird zerfressen. Trotz der Schmerzen lächle ich. Dies soll ein Opfer sein für alle die, denen so etwas je widerfahren wird. Vielleicht wird meine Botschaft irgendwann ankommen und die Leute berühren. Niemand soll das durchleben, was ich durchlebt habe. Mein letzter Blick fällt auf meinen blutigen Arm, auch ihn habe ich im Video gezeigt. Ich möchte vermitteln, dass Cybermobbing ein Leben ruinieren kann. Ob die Leute unter meine Todesnachricht wohl schreiben werden: "Endlich ist die Schlam.pe tot. "? Das ist mein letzter Gedanke.

25.3.15 17:35, kommentieren